Behind the Scenes: Snaply-Gründer Simon

Behind the Scenes: SnaplyDa die erste Ausgabe des Snaply-Magazins in diesem Jahr ganz den nähenden Männern gewidmet ist, kann es für den Blick hinter die Kulissen nur Einen geben: Snaply-Gründer Simon.

Der studierte Wirtschaftsingenieur gründete das Familienunternehmen Snaply vor mittlerweile fünf Jahren. Doch nicht nur auf der betriebswirtschaftlichen Ebene ist Simon versiert – auch kreativ hat er Einiges auf Lager: er näht, kocht, werkelt und liebt das Entdecken neuer Länder und Kulturen.

Heute öffnet Simon für euch Tür und Tor und lässt euch hinter die Kulissen des erfolgreichen Start-Ups blicken. Viel Freude beim Lesen!

 

Wie bist du zu deinem jetzigen Beruf als Gründer und Geschäftsführer von Snaply gekommen?

Über Umwege und durch meine Mutter, wenn man so will. Nach meinem Abitur und Zivildienst habe ich zunächst ein BWL-Studium angefangen. Ich habe aber relativ schnell gemerkt, dass mir das Fach bzw. der sehr theoretische Unterricht an einer Universität nicht liegt. Daraufhin habe ich eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann gemacht und das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht und war sehr abwechslungsreich. Ich habe dabei sehr viel gelernt, was mir auch jetzt immer wieder zu Gute kommt. Es war der richtige Mix aus Praxis und Theorie. Mein Traum war aber schon seit ich denken kann, eine eigene Firma zu gründen. Gebastelt und genäht habe ich auch schon immer gerne (ja, und das als Mann). Bei uns zuhause wurde immer viel gebastelt und allerhand Kreatives zusammen gemacht. Meine Mutter (die Snaply übrigens immer noch als Kreativ-Beraterin und Trendscout zur Seite steht) ist eine begeisterte Näherin und hat mich schließlich auf die Idee gebracht, Kam Snaps in Deutschland zu verkaufen. Und so bin ich einer der ersten in Deutschland gewesen, der diese kleinen praktischen Plastik-Druckknöpfe online verkauft hat. Angefangen hat alles mit einem DaWanda Shop. Inzwischen haben wir unseren eigenen Online-Shop www.snaply.de neben Kam Snaps haben wir eine Vielzahl andere Produkte und praktische Nähhelferlein im Sortiment. Ich bin besonders stolz darauf, dass Snaply ein Familienbetrieb ist und meine Eltern von Anfang an dabei waren und es immer noch sind. Während ich Snaply gegründet habe, habe ich dann aber nochmal ein Studium angefangen, dieses Mal zum Wirtschaftingenieur. Dieses Studium werde ich im nächsten Jahr abschließen und kann mit dann mit voller Kraft auf die Weiterentwicklung von Snaply konzentrieren.

Behind the Scenes: Snaply
Behind the Scenes: Snaply

Was reizt dich besonders an der Selbstständigkeit?

Mich hat es immer schon gereizt, etwas selbst aufzubauen. Und mit Snaply habe ich tatsächlich das erreicht, wovon ich immer geträumt habe. Es gibt so viele Aspekte, die mich an der Selbständigkeit reizen, zum Beispiel der kreative Prozess, ein neues Produkt zu entwickeln. Zu recherchieren, es zu entwerfen, Lieferanten zu finden, die Logistik und Verpackung auzutüfteln und nicht zuletzt das Marketing. Dass man das Ergebnis seiner Arbeit sieht und am Ende (hoffentlich) zufriedene Kunden hat ist ein unglaublich tolles Gefühl.

Was ist deine große Leidenschaft?

Ich würde sagen, dass es ein Mix aus Kochen, Nähen und Reisen ist. Ich koche unheimlich gerne zusammen mit meinen Freunden und liebe es, neue Rezepte auszuprobieren. Eine meiner Spezialitäten ist übrigens Pizza. Dafür habe ich mir extra einen ausrangierten Pizzaofen einer Pizzeria gekauft. Ich nähe immer noch sehr gerne, nur leider bleibt mit für große Nähprojekte nicht viel Zeit. Besonders viel Spaß macht mir natürlich das Testen neuer Snaply-Produkte. Ansonsten verreise ich sehr gerne. Mein Bruder wohnt mit seiner Familie in Paraguay und ihn habe ich schon ein paar Mal besucht. Ich bin aber immer offen für neue Abenteuer und so war mein letzter Urlaub ein Roadtrip nach Georgien.

Behind the Scenes: Snaply
Behind the Scenes: Snaply

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Eigentlich gibt es bei mir keinen typischen Arbeitstag. Je nach dem was ansteht und an was ich gerade arbeite, kann es auch mal vorkommen, dass ich rund um die Uhr im Einsatz bin. Es gibt aber auch Zeiten, in denen ich dann weniger arbeite und ein bisschen Kraft tanken kann, um im Anschluss wieder neue Projekte anzupacken. Auf mich trifft der Spruch „der frühe Vogel kann mich mal“ leider zu. Ich komme ganz früh wirklich schwer aus dem Bett. Deswegen schlafe ich in der Früh ein bisschen länger aber arbeite dafür oft und gerne bis spät in die Nacht.

Welchen Tipp würdest du jungen Gründern geben, die sich im Kreativbereich selbstständig machen wollen?

Ein Geheimrezept gibt es dafür wohl leider nicht. Meiner Meinung nach gehört auch viel Bauchgefühl dazu. Ich habe vor Snaply auch schon viele andere Ideen gehabt und auch einige umgesetzt. Meist war das nicht von großem Erfolg gekrönt aber ich habe bei jedem Versuch viel dazugelernt. Es ist wichtig neue Ideen zunächst im kleinen Rahmen ohne zu großes Risiko anzutesten. Wer zu viel Kapital und Kraft von Anfang an in eine Idee steckt läuft Gefahr sich in diese zu verrennen. Es gehört aber eben zum Gründen, dass man Misserfolge einsteckt und verarbeitet und deswegen nicht den Kopf in den Sand steckt. Gerade im Kreativbereich sehe ich leider oft, dass Gründer ihre eigene Arbeitszeit nicht miteinberechnen. Ein Gründer sollte von Beginn an seine eigene Arbeitszeit in den Produktpreis miteinkalkulieren, sonst scheitert die Idee spätestens wenn der erste Mitarbeiter eingestellt wird und dann die Kalkulation nicht mehr stimmt.

Behind the Scenes: Snaply

Was findet man auf deinem Shop?

Angefangen hat alles mit den Kam Snaps und sie sind nach wie vor eines unserer beliebtesten Produkte im Shop. Der Kam Snaps Starterkoffer ist ein absoluter Bestseller. Auch sehr beliebt sind die Schneidematten in Snaply-Farben oder die Näh– und Stickgarn-Startersets. Bei Snaply findest Du Nähzutaten mit dem gewissen Etwas und praktische Nähhelferlein.

Was macht Snaply so besonders?

Wir sind sehr stolz auf unseren Kundenservice und die vielen zufriedenen Snaply-Kunden. Wir sind bekannt für unseren turboschnellen Versand. Wir versenden immer am nächsten Werktag und tun alles dafür, dass unsere Kunden zufrieden sind. Das positve Feedback und die vielen Mails und Kommentare geben uns immer wieder recht und spornen uns an, weiterhin 150% zu geben.

Was nähst und bastelst du am liebsten?

Momentan habe ich wieder sehr viele Ideen im Kopf, v.a. für Wohnaccessoires. Angefangen von Lampen aus Treibholz oder Weckgläsern über diverse genähte Dekoelemente für meine Wohnung. Allerdings fehlt mir dann leider nach der anfänglichen Euphorie doch wieder die Zeit die Projekte in die Tat umzusetzen.

Behind the Scenes: Snaply und pattydoo

Auch privat gute Freunde: Snaply-Gründer Simon und Daniela mit Ina und Christian von pattydoo

Gab es schonmal eine ganz besondere Rückmeldung von einem deiner Kunden?

Wir bekommen täglich super viel positives Feedback. Sei es über Facebook oder per Email. Wir haben sogar schon Postkarten von einigen Kunden bekommen, die sich bei uns damit bedanken. So etwas freut uns dann immer ganz besonders.

Welche Pläne hast du für die Zukunft? Wie wird es mit deinem Shop weitergehen?

Wir werden weiterhin das Sortiment in unserem Shop ausbauen. Wir versuchen dabei allerdings nicht, möglichst die ganze Bandbreite abzudecken. Das Sortiment soll ausgewählt bleiben und dem Kunden beste Qualität zu einem guten Preis bieten.

Lieber Simon, vielen Dank für den spannenden Blick hinter die Kulissen von Snaply!