Brotbacken ist seit einigen Jahren ein großer Trend – und wenn du selbst backst, wirst du bald das ein oder andere Brot oder Brötchen mitnehmen: zur Familie, zum Frühstück mit Freunden oder als kleines Mitbringsel von Herzen. Selbstgebackenes Brot erzählt immer eine Geschichte und steht für Entschleunigung, Sorgfalt und Genuss. Genauso wertschätzend sollte es unterwegs oder auch zu Hause behandelt werden – und die Aufbewahrung und der Transport sind manchmal eine Herausforderung, denn wir sind doch sehr daran gewöhnt, ein Brot immer mit einer passenden Papiertüte zu erhalten!
Der Brotbeutel Panera ist genau dafür gedacht: als schlichte, langlebige Hülle für dein Brot – funktional, hygienisch und mit genauso viel Liebe genäht, wie das Brot gebacken wird. Durch die französischen Nähte bleiben keine offenen Nahtzugaben zurück, in deren Versäuberung sich Krümel verstecken könnten. Ein einfaches Ausschütteln des Beutels reicht aus, um sie vor der Wäsche zu entfernen.
Genäht werden die Beutel aus Baumwollstoffen für Geschirrtücher. Die saugfähigen Fasern sorgen für eine Regulierung der Feuchtigkeit des Brotes und beugen so einem frühzeitigen Verschimmeln vor. Ideal für den täglichen Gebrauch.
Du kannst Panera in zwei Varianten nähen: mit oder ohne Boden. Wenn du dich für die Variante mit Boden entscheidest, kannst du den Beutel, in dem du den Rand umschlägst, auch direkt auf den Tisch stellen. Diese Version eignet sich für ca. 6 bis 8 Brötchen. Ohne Boden kannst du mit den in der Anleitung angegebenen Maßen ein bis zwei Kastenbrote im Beutel verstauen. Die Maße kannst du für deine favorisierten Brote bequem anpassen. Für Baguette schneidest du einfach längere Rechtecke zu, für große Bauernbrote etwas breitere. Panera ist ein Projekt, das schnell genäht ist, Freude macht und zeigt, dass manchmal die einfachen Dinge die besten sind.
Viel Spaß beim Nähen wünscht dir
Lisa vom Blog LaLilly Herzileien




Du benötigst:
Passend für einen Beutel mit Fertigmaß von 40 cm x 27 cm ohne Boden oder 35 cm x 15 cm mit Boden
- 50 cm x 33 cm Geschirrtuchstoff aus Baumwolle, z.B. Küchentuch Beige-Rot oder Küchentuch Beige-Natur
- 70 cm Baumwollband
- farblich passendes Nähgarn
Selbstgmachtes Label:
- 13 cm x 8 cm naturfarbener Geschirrtuchstoff je Label
- 1 Stempelkissen für Stoffe
- 1 Stempelgummi
- Schnitzmesserset für Stempelgummi
- kontrastfarbenes Nähgarn


Und so geht’s:
Label herstellen

Zeichne oder schreibe das Motiv deines Stempels spiegelverkehrt vor. Anschließend entfernst du mithilfe des Schnitzmessers rundum die oberste Schicht des Materials. Je tiefer du schneidest, desto sauberer ist das Motiv später zu erkennen. Achte darauf, das Motiv selbst nicht zu verletzen.

Tupfe mit dem Stempelkissen Farbe auf das Motiv deines Stempels. Anschließend kannst du das Motiv auf den Zuschnitt für das Label stempeln.

Lass das Motiv trocknen und bügele das Label anschließend, um die Farbe zu fixieren.
Zuschnitt und Vorbereitung
Schneide als Basis für deine Brotbeutel Rechtecke zu. Ich bin für beide Beutel von einem Maß von 50 cm Höhe und 33 cm Breite ausgegangen. Für Baguette solltest du ca. 90 cm Höhe planen, für breite Bauernbrote kann die Breite auf 50 cm erhöht werden. Bitte bedenke, dass auch das Band zum Verschließen der Beutel angepasst werden muss, wenn du die Breite veränderst. Pro Brotbeutel brauchst du zwei Zuschnitte.

Lege das Label ca. 25 cm unterhalb der Oberkante des Stoffes mittig auf deinen Zuschnitt. Du kannst es mit einem temporären Stoffkleber oder Stecknadeln vorfixieren.


Nähe das Label entweder mit mehreren, grob kreuzenden Nähten im Geradstich fest, oder verwende den Zickzackstich. Halte ca. 1 cm Abstand von der Kante ein. Verriegele den Anfang und das Ende der Naht.

Für eine rustikale Optik kannst du nun Fäden aus dem Rand des Labels entfernen, um die Kanten auszufransen.
Französische Nähte
Französische Nähte werden üblicherweise verwendet, um sehr feine Stoffe zu vernähen, bei denen das Versäubern der Nähte schwierig ist, da die Versäuberung sich abzeichnet oder zu wenig Halt im Stoff hat, um ein Ausreißen zu verhindern. Für die Brotbeutel nutzen wir diese Technik, da die Nahtzugaben keine offenen Stoffkanten haben, sondern die Stoffkante komplett durch Nähte eingeschlossen wird.

Lege deine beiden Zuschnitte links auf links aufeinander. Nähe sie nähfüßchenbreit entlang der beiden langen Seitenkanten und der Unterkante zusammen.

Schneide die Nahtzugaben auf 3 mm zurück. Anschließend wendest du den Beutel, sodass die rechten Stoffseiten innen liegen. Bügele die Kanten gründlich aus.

Nähe nun erneut, mit einer Nahtzugabe von 1 cm, entlang der beiden langen Seitenkanten und der Unterkante.
Boden nähen
Du kannst optional einen Boden abnähen. Wenn du weniger cm abmisst, als ich angegeben habe, wird der Boden größer, du behältst also mehr Platz im Beutel. Passe die Maße an deine Bedürfnisse an.

Wende den Beutel erneut so, dass die rechten Seiten außen liegen.
Lege die untere Naht und die Seitennaht exakt aufeinander und stecke sie fest. Miss 3 cm von der Ecke aus ab und zeichne eine Linie im rechten Winkel zu den Nähten ein.

Schneide den Stoff an dieser Linie ab und richte die Nahtzugaben so aus, dass eine nach rechts und eine nach links zeigt.

Nähe die Stoffe nähfüßchenbreit von der Kante entfernt zusammen und schneide die Nahtzugabe erneut zurück.

Wende den Beutel erneut, bügele die Naht aus und Nähe mit 1 cm Nahtzugabe die Kante ab.
Tunnelzug nähen

Markiere dir 9 cm unterhalb der Oberkante mittig auf dem Stoff den Beginn deines Knopflochs.

Lege einen Knopf mit ca. 12 mm Durchmesser in den Knopflochfuß deiner Nähmaschine ein. Wähle einen Knopflochstich und nähe, beginnend an deiner Markierung, ein Knopfloch.

Schlage nun den Stoff für den Saum um. Erst 1 cm und dann noch einmal 4 cm. Kontrolliere, dass dein Knopfloch mittig auf dem Saumbereich liegt! Stecke alles gut fest und bügele die Kanten. Anschließend steppst du knapp entlang der Saumkante einmal rund um den Beutel.

Öffne das Knopfloch. Hierzu steckst du eine Stecknadel vor den oberen Riegel, sodass dieser nicht verletzt wird. Dann nimmst du den Nahttrenner, stichst durch die obere Stofflage und schiebst den Nahttrenner vorsichtig zwischen den beiden Knopflochnähten nach vorn.

Jetzt ziehst du dein Baumwollband durch den Tunnel. An den Enden kannst du jeweils einen Knoten machen, damit es nicht durch das Knopfloch nach innen rutscht.

Fertig! Viel Spaß mit deinen fertigen Brotbeuteln!
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Copyrighthinweis: ©2026 Alle Rechte des Schnittmusters „Brotbeutel Panera“ liegen bei Lisa Santiuste Iñurrieta (lalillyherzileien). Das Kopieren, Verändern und die Weitergabe der Anleitung und der Vorlagen sind NICHT gestattet. Die Nutzung des Schnittmusters ist nur für den privaten Gebrauch gestattet. Der Verkauf des Schnittmusters, sowie der daraus genähten Werke ist ausgeschlossen.




