Gebrauchsanleitung: Fabric Weaving

anleitung_fabric_wavingKennt ihr schon den neuesten Basteltrend Fabric Weaving? Hier werden Schrägbänder aus Stoff auf ein Weaving Board gepinnt und miteinander verwoben. Dabei entstehen, je nach Webart, unterschiedlichste Muster. Da das Webstück auf selbstklebender Vlieseline fixiert wird, lässt es sich poblemlos weiterverarbeiten. Zum Beispiel zu Kissen, Tischläufern, Kosmetiktäschchen und, und, und… Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Maira von selbstgenaehtesvonmairao zeigt euch 5 verschiedene Muster.

Ihr braucht dafür:

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Und so geht’s:

Bevor du mit Weben anfängst such dir in der Anleitung die entsprechende Seite des Boards raus, auf der du anschließend weben wirst und pinne mit vier Nadeln die Vlieseline fest. Dabei musst du immer darauf achten, dass die Klebeseite nach oben zeigt! In meiner Anleitung webe ich nur auf dem im Bild zu sehenden Quadrat, du kannst aber auch größer oder kleiner weben. Je kleiner du webst desto schwieriger ist es jedoch.

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Bügeln:

Tipps zum fixieren und verbinden von Vlieseline und gewebter Fläche:

  • erst vorsichtig mittig bügeln
  • erst dann die Pinnnadeln entfernen
  • und anschließend am Rand bügeln.

Achtung: Das Bügeleisen sollte nicht mit Vlieseline in Berührung kommen! Zur Hilfe kann Backpapier oder ein Geschirrhandtuch auf die gewebte Fläche gelegt werden. Mit Dampf geht das Fixieren schneller.

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Nr. 1 – Easy

Boardseite: 45 Grad
Farben: 2
Schwierigkeitsgrad: 1

Bei der einfachsten Variante pinnst du deine Bänder erst einmal senkrecht auf das Board. Je nachdem wie viele Bänder du nimmst und wie lang du sie machst, bestimmst du jetzt schon deine Ausgangsfläche.

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Wenn du damit fertig bist, kannst du mit dem Weben anfangen. Das geht ganz einfach, wie am Webrahmen, den viele aus Kindergarten oder Schule kennen.

runter-hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter….

und beim nächsten Band:
hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter-hoch……

und dann wieder wie beim ersten:
runter-hoch-runter-hoch-runter….

und immer so weiter bis zum Ende.

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Nr. 2 – Easy schräg

Boardseite: 45 Grad
Farben: 3
Schwierigkeitsgrad: 1

Eine andere ganz einfache Variante ist, dass Dd die Bänder, nicht wie bei Variante 1 gerade, sondern schräg auf dein Board pinnst. Hier kannst du dich auch immer gut an den Hilfslinien orientieren.

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Außerdem habe ich noch eine Farbe mehr mit rein genommen, Durch Farben kannst du ganz tolle neue Muster entwickeln und andere Wirkungen erzielen, ich habe hier versucht Kontraste zu benutzen, um es dir in den Bildern besser zeigen zu können.

Im Prinzip machst du nichts anderes wie bei Variante 1, nur eben schräg und mit zwei Farben abwechselnd.

Farbe 1: hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter-hoch….
Farbe 2: runter-hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter….
Farbe1: hoch-runter-hoch…
Farbe 2: runter-hoch-runter….

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Nr. 3 – Easy Farbenspielerei

Boardseite: 45 Grad
Farben: 3
Schwierigkeitsgrad: 2

Wie schon bei Variante 2 beschrieben, kann man ganz toll mit Farben spielen und so ganz neue Muster und Varianten entstehen lassen.

Für diese Variante brauchst du drei unterschiedliche Bandfarben.
z.B. Hellgrün (F1) – Mittelgrün (F2) – Dunkelgrün (F3)
Spannt die Bänder senkrecht auf das Board in folgender Reihenfolge:
F3 – F2 – F1 – F2 – F3 – F2 – F1 – F2 ….

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Im Prinzip ist Variante 3 eine Mischung aus 1 und 2. Zuerst wird senkrecht gepinnt und dann schräg gewebt. Orientiere dich dazu wieder an den Hilfslinien auf dem Board.

Gewebt wird jetzt nur noch mit Hellgrün (F1) und Mittelgrün ( F2). So dass Mittelgrün immer nur auf Mittelgrün liegt. Hellgrün liegt nur auf Hellgrün und Dunkelgrün. Gewebt wird wieder wie in Anleitung 1 und 2.

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Andere Farbvariante:

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Nr. 4 – 3D Würfel

Boardseite: 60 Grad
Farben: 3
Schwierigkeitsgrad: 3

Der Anfang der Würfel ist auch ganz einfach, später wird es jedoch ein bisschen kniffeliger, aber mit ein bisschen Übung geht das auch ganz schnell von der Hand. Zuerst werden die schwarzen Bänder senkrecht auf das Board gepinnt.

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Wenn du dann soweit bist, nimm dir eine andere Farbe, in meinem Fall grau.
Jetzt wird gewebt. Ich fange dabei in der Mitte an und orientiere mich an der Hilfslinie und webe danach die Reihe darunter und webe erst mal den unteren Bereich, danach den oberen. Beim weben musst du darauf achten, das du nicht wie bei den anderen Varianten webst, sondern immer über eins drüber und unter zwei drunter. Nach ein paar Reihen entstehen Rauten, bei denen du drauf achten musst, dass sich die Spitzen berühren.

1. Reihe: runter – hoch – runter – runter – hoch – runter – runter – hoch …
2. Reihe: hoch – runter – runter – hoch – runter – runter – hoch …
3. Reihe: runter – runter – hoch – runter – runter – hoch – runter …

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Nach dem du ein paar Reihen gewebt hast, kannst du auch gut bei dir selber abgucken. Das ist auch ein Tipp für den Schritt 3. Nach Schritt 2 sollte Euer Muster dann so aussehen:

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Jetzt wird es ein bisschen kniffeliger. Nun kommt deine dritte Farbe, bei mir Weiß, mit ins Spiel.
Ich fange rechts oben in der Ecke an und webe nach links unten. Der Rand kann manchmal aber auch etwas verwirrend sein. Deswegen als kleiner Tipp: du kannst auch mitten drin anfangen und dann zu den beiden Rändern weben. Wenn du ein paar Bänder eingewebt hast, kannst du ganz einfach, wie oben schon gesagt, bei Dir selber abschauen.

Hier ist der Trick das du immer über zwei schräge Bänder webst ( in meinem Fall: Schwarz) und unter drei Bändern darunter ( in meinem Fall: grau – schwarz – grau ) und dann ergeben sich ganz schnell Würfel.

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Nr. 5 – Sterne

Boardseite: 60 Grad
Farben: 2
Schwierigkeitsgrad: 3

Bei den Sternen, musst du im Prinzip genau die gleiche Technik anwenden, wie bei den Würfeln. Allerdings besteht hier die Schwierigkeit darin, dass du nur zwei Farben verwendest.

Ich benutze in meinem Beispiel Rot (F1) und Orange (F2).

Zuerst müssen die beiden Farben so aufs Board gepinnt werden:
F1 – F2 – F2 – F1 – F2 – F2 – F1 …

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Jetzt wird wieder schräg gewebt, genau wie bei den Würfeln. Über eins drüber, unter zwei drunter. Und auch hier müssen wieder Rauten entstehen. Allerdings sollte Orange nachher nur auf Orange, und Rot nur auf Rot gewebt sein. Das macht es ein bisschen schwieriger.

1. Reihe: hoch – runter – runter – hoch – runter – runter – hoch …
→ Rotes Band: über rot – unter orange – unter orange – über rot ….
2. Reihe: runter – hoch – runter – runter – hoch – runter – runter – hoch …
→ Orangenes Band: unter rot – über orange – unter orange – unter rot – über orange…
3. Reihe: runter – runter – hoch – runter – runter – hoch – runter …
→ Orangenes Band: unter rot – unter orange – über orange – unter rot – unter orange – über orange …

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Wenn du mit Schritt 2 fertig bist, kannst du nun mit Schritt 3 beginnen. Ich starte hier wieder oben rechts in der Ecke, mit Orange.

Ich webe immer unter drei drunter – über 2 drüber – unter drei – über zwei…

F2 beginnt: über rot – unter rot – unter orange – unter orange – über orange – über rot – unter rot…
F2 beginnt: über rot – über orange – unter orange – unter orange – unter rot – über rot – über orange…
F1 beginnt: unter orange – unter rot – unter orange – über orange – über orange – unter orange – unter rot – unter orange….
F2:….
F2:…
F1:…

Die Sternform ist sehr schnell erkennbar und so sind auch kleine Fehler schnell sichtbar.

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