Kostenloses Schnittmuster: Clutch Leila

Kostenloses Schnittmuster: Clutch LeilaWillkommen zur kostenfreien Nähanleitung für die Clutch „Leila“! Sie kann in zwei Varianten genäht werden: komplett aus einem Stoff oder zweifarbig mit einem Kontraststoff. Außerdem kannst du wählen, ob du die Tasche aus Baumwollstoffen nähst oder aus Kork bzw. Kunstleder. Für die letztere Variante kannst du einen stylischen Verschlussriegel mit Kugelverschluss anbringen. Die Clutch „Leila“ aus Baumwollstoffen wird mit einem versteckten Magnetverschluss geschlossen. Beide Taschenvarianten können mit einem Trageriemen versehen werden. Im Inneren der Tasche befindet sich noch ein praktisches Reißverschlussfach. Viel Freude beim Nacharbeiten!

Deine Julia vom Kreativlabor Berlin 

Kostenloses Schnittmuster: Clutch Leila

 

Du benötigst:

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Hier kannst du das Schnittmuster herunterladen:

Drucke das Schnittmuster bitte bei 100% und ohne Seitenanpassung (tatsächliche Größe / nicht skaliert) aus. Auf Seite 1 des Schnittmusters findest du nochmal ein kleines Kontrollquadrat von 1x1cm Größe. Das Schnittmuster enthält bereits 1 cm Nahtzugaben.

Zuschnitt:

Einfarbige Tasche (keine Teilung, hier in der Anleitung aus Kork)
  • 2 x „Einfarbige Tasche“ aus Außenstoff
  • 2 x Innenfutter
  • 2 x Volumenvlies (kann bei Kork als Außenstoff entfallen)
  • 2 x Verschluss
  • 2 x Schlaufe für D-Ring
  • 2 x Reißverschlusstasche innen (optional)
Geteilte Tasche (hier in der Anleitung in gelb-schwarz)
  • 2 x Außentasche oben aus einfarbigem Stoff (Baumwolle, Canvas)
  • 2 x Außentasche unten aus gemustertem Stoff (Baumwolle, Canvas)
  • 2 x Innenfutter
  • 2 x Volumenvlies
  • 2 x Schlaufe für D-Ring aus Außenstoff
  • 2 x Reißverschlusstasche innen (optional

Und so geht’s:

Variante 1: Tasche aus einem durchgehenden Stoff (keine Teilung), pfeilförmiger Verschlussriegel mit Kugelverschluss

Die Tasche ohne Teilung kannst du entweder aus Baumwollstoffen oder aus Kork nähen. Wenn du sie aus Baumwollstoffen nähst, brauchst du zwei zusätzliche Zuschnitte aus Volumenvlies zur Verstärkung. Ein Bügelvlies kannst du direkt nach dem Zuschnitt auf die linke Stoffseite deiner Außentasche bügeln. Wenn es ein Vlies zum Einnähen ist, nähst du es einfach genau wie die Außentasche zusammen und schiebst es beim finalen Zusammennähen zwischen Innen- und Außenfutter. Wie das geht erkläre ich dir bei Variante 2.

Wie du das optionale Reißverschlussfach im Innenfutter nähst zeige ich dir in Variante 2.

Für die Variante aus Kork (oder wahlweise Kunstleder) kannst du einen pfeilförmigen Verschluss verwenden, der mit einem Kugelverschluss schließt. Aber du könntest auch hier den versteckten Magnetverschluss wählen, den ich dir in Variante 2 vorstelle.

Wichtig: der pfeilförmige Veschluss funktioniert nur bei nicht-fransenden Stoffen wie Kork, SnapPap oder Kunstleder!

Für den pfeilförmigen Verschluss legst du zwei Zuschnitte „Verschluss“ links auf links zusammen und fixierst sie mit Stoffklammern.

Steppe dann knappkantig ringsherum.

Nimm dir nun einen Zuschnitt „Einfarbige Tasche aus Außenstoff“ zur Hand und platziere den Riegel so darauf, dass die Pfeilspitze nach unten zeigt. Von der mittleren obersten Kante ist der Verschlussriegel 17 cm entfernt und links und rechts etwa 10,5 cm (zentriert).

Steppe nun an der oberen Kante des Riegels beginnend ein Quadrat mit zwei diagonalen Linien. Der untere Teil des Riegels wird nicht angenäht.

Nun bereiten wir die Schlaufen für den Trageriemen vor. Zuerst zeige ich dir die Variante aus Baumwollstoffen. Lege beide Zuschnitte „Schlaufe für D-Ring“ vor dich hin. Die schöne Stoffseite liegt dabei unten.

Bügle dann die beiden äußeren langen Kanten je 1 cm zur linken Stoffseite um.

Dann faltest du die Streifen nochmal mittig zusammen (siehe Faltlinie im Schnittmuster) und bügelst sie.

Steppe dann die offene Seitenkante knappkantig ab.

Wenn du einen Streifen aus Kork, Kunstleder oder SnapPap verwenden möchtest, brauchst du diesen nicht zu bügeln. Die Streifen werden einfach 1 cm breit zugeschnitten (Länge wie bei der Baumwollschlaufe).  Fädele den Streifen dann durch deinen D-Ring oder Vierkantring hindurch zur Schlaufe.

Platziere beide Schlaufen dann auf dem zweiten Zuschnitt für die Außentasche mit den offenen Kanten zum Rand zeigend und mit einem Abstand von 6 cm zur oberen Seitenkante.

Steppe die offenen Schlaufenenden knappkantig fest.

Lege beide Zuschnitte für die Außentasche rechts auf rechts übereinander und stecke sie ringsherum fest.

Steppe beide Seitenkanten sowie die untere Kante mit 1 cm Nahtzugabe ab.

Greife mit einem Finger in die unteren Ecken hinein und falte diese auf.

Es sollen Seitennaht und Bodennaht im Inneren genau aufeinander liegen. Die aufgefaltete Ecke bildet eine leichte Rundung.

Steppe die Rundung mit 1 cm Nahtzugabe ab. Verriegele die Nahtenden gut, damit die Ecke später nicht aufreißt.

Kürze die Nahtzugaben an beiden Ecken auf 4 mm zurück.

Nähe das Innenfutter für die Tasche auf die gleiche Weise zusammen wie die Außentasche. Einzige Ausnahme: Mittig in der Bodennaht lässt du eine Öffnung von ca. 8 cm zum Wenden offen. Nähe auch hier die Ecken ab und wende das Innenfutter dann auf rechts.
Hinweis: Wenn du einen Magnetverschluss verwenden möchtest, schaue bei Variante 2 nach wie dieser angebracht wird.

Schiebe das Innenfutter (auf rechts gewendet) in die Außentasche (auf links gewendet) hinein.

Richte die Seitenkanten bündig aus und falte dort die Nahtzugaben auf.

Richte die Oberkanten genau bündig aus und stecke beide Stofflagen gut zusammen.

Steppe die gesamte obere Kante mit 1 cm Nahtzugabe ab. Um die Rundung später besser ausformen zu können, solltest du den Stoff etwa alle 7 mm bis kurz vor die Naht einschneiden.

Wende nun die Tasche durch die Wendeöffnung im Futter. Bevor du das Innenfutter in die Außentasche hinein stülpst, muss noch die Wendeöffnung verschlossen werden. Falte dafür die Nahtzugaben an der Wendeöffnung nach innen und steppe dann knappkantig darüber. Wahlweise kannst du auch einen Matratzenstrich verwenden, um die Wendeöffnung unsichtbar zu verschließen.

Stülpe dann das Innenfutter komplett in die Außentasche hinein und forme alle Rundungen und Ecken an beiden Stofflagen schön aus. An der oberen Rundung kannst du dir zum Fixieren der Stofflagen ein paar Stoffklammern stecken.

Steppe die obere Kante dann knappkantig ab.

Falte nun den oberen Teil der Tasche bis zum Verschluss um.

Der Verschluss wird dann nach oben geklappt. Deshalb muss nun mittig auf der Rückseite der Tasche ein Kugelverschluss angebracht werden.

Nimm dir hierfür eine Lochzange, einen kleinen Schraubendreher und den Kugelverschluss zur Hand.

Falte den oberen Taschenteil wieder um und stanze mit der Lochzange (kleinstes Stanzwerkzeug) genau mittig ein Loch für den Kugelverschluss.

schiebe die Schraube von innen nach außen durch das Loch.

Und setze dann den Kugelverschluss auf. Schraube ihn richtig fest.

 

Falte nun den Verschlussriegel nach oben über den Kugelverschluss und zeichne dir ein Kreuz genau dort ein, wo der Kugelverschluss sitzt.

Schneide die beiden Kreuzlinien vorsichtig mit einer Nagelschere oder einem Nahtauftrenner ein.

Nun kannst du die Tasche verschließen.

Zum Schluss hakst du nur noch deine Taschenkette ein.

Variante 2: Tasche aus einem zwei Stoffen, mit Magnetverschluss im Inneren

Die zusammengesetzte Tasche wird aus Baumwollstoffen genäht. Da diese dünner sind als Kork oder Kunstleder musst du hier die Außentasche noch mit einem Volumenvlies verstärken. Ein Bügelvlies kannst du direkt nach dem Zuschnitt auf die linke Stoffseite deiner Außentasche bügeln. Wenn es ein Vlies zum Einnähen ist (wie hier in der Anleitung), nähst du es einfach genau wie die Außentasche zusammen und schiebst es beim finalen Zusammennähen zwischen Innen- und Außenfutter. Die genauen Arbeitsschritte zeige ich dir in der Anleitung.
Nimm dir zunächst die beiden Zuschnitte „ Außentasche oben“ und „Außentasche unten“ zur Hand.

Lege die beiden Zuschnitte „Außentasche oben“ rechts auf rechts bündig an der oberen Kante des Unterteils an und stecke sie dort fest.

Steppe die Oberteile mit 1 cm Nahtzugabe fest.

Falte die Nahtzugaben auf der Rückseite dann nach oben oder unten …

… und steppe knappkantig darüber, um sie flachzusteppen.

Wenn du einen Trageriemen anbringen möchtest, musst du nun noch zwei Schlaufen auf einen Zuschnitt der Außentasche aufnähen. Den Nähvorgang beschreibe ich am Anfang von Variante 1.

Optionales Reißverschlussfach:

Nimm dir nun einen Zuschnitt für das Innenfutter zur Hand, sowie einen Zuschnitt für das Reißverschlussfach. Platziere das Reißverschlussfach rechts auf rechts auf dem Taschenfutter mit 10 – 14 cm Abstand von oben und mittig zentriert.

Stecke es dort mit Nadeln fest.

Schneide aus der Schablone den Reißverschlusstreifen aus und lege sie dann auf den Zuschnitt für das Reißverschlussfach. Zeichne die Kontur des Rechtecks auf den Stoff, ebenso wie die Mittellinie und die kleinen seitlichen Diagonalen, die auf dem Schnittmuster für den Reißverschlussstreifen aufgezeichnet sind (das ausgeschnittene Stück).

Steppe dann nur die äußere Kontur des Rechtecks mit kleiner Stichlänge ab.

Schneide die Mittellinie, sowie die kleinen Diagonalen an den Seiten bis kurz vor die Naht mit einer Nadelschere oder einem Nahtauftrenner vorsichtig ein.

Stecke den Zuschnitt für das Reißverschlussfach durch die entstandene Öffnung hindurch.

Und bügle es auf der anderen Seite des Innenfutters glatt. Forme dabei die rechteckige Rundung schön aus.

Nun benötigst du einen Reißverschluss. Wie du einen Endlosreißverschluss einfädelst kannst du dir hier ansehen.

Lege den Reißverschluss nun mit den Zähnchen nach unten zeigend genau in die rechteckige Öffnung hinein.

Stecke den Reißverschluss mit Nadeln von der vorderen Stoffseite aus fest. Achte darauf, dass die Abstände überall einheitlich sind.

Steppe knappkantig um die rechteckige Öffnung herum. Wenn du am Zipper ankommst, versenke die Nadel im Stoff und hebe das Nähfüßchen. Schiebe den Zipper dann vorsichtig am Nähfüßchen vorbei. Senke das Nähfüßchen wieder ab und nähe weiter.

An den Seiten wird der Reißverschluss jetzt noch bis kurz vor die Naht gekürzt.

Lege dann den zweiten Zuschnitt für das Reißverschlussfach rechts auf rechts darüber und stecke es ringsherum fest.

Steppe beide Stofflagen für das Reißverschlussfach mit 1 cm Nahtzugabe zusammen. Achte darauf, nur das Reißverschlussfach zusammenzunähen, nicht das Innenfutter der Tasche.

Nun ist dein Reißverschlussfach fertig.

Nähe das Taschenfutter dann genauso wie die Außentasche bei Variante 1 zusammen – achte dabei darauf, eine Wendeöffnung im Boden zu lassen – und nähe die Ecken ab (ebenfalls bei Variante 1 gezeigt).

Wende das fertige Taschenfutter auf rechts. Wenn du ein einnähbares Volumenvlies verwendest, nähe dieses genau wie das Taschenfutter zusammen – mittig in der Bodennaht lässt du auch hier eine Wendeöffnung. Das Vlies bleibt auf links gedreht.

Schiebe das Volumenvlies nun in das Innenfutter hinein und richte es an der oberen Kante bündig aus. Stecke beide Stofflagen dort zusammen.

Nimm dir nun den Magnetverschluss zur Hand.

Beide Teile für den Magnetverschluss werden nun mittig zentriert und mit 3,5 cm Abstand von oben angebracht. Markiere dir dafür die Position der beiden Stege mit einem Markierstift. Schneide sie dann vorsichtig ein.

Schiebe den Magnetverschluss hindurch, so dass die Stege auf der Innenseite des Taschenfutters herauskommen.

Setze das Metallplättchen auf und biege die Stege zur Mitte oder zur Seite um.

Ebenso bringst du den Magnetverschluss auf der anderen Seite des Innenfutters an. Das Innenfutter ist damit fertig.

Lege dann beide Zuschnitte für die Außentasche rechts auf rechts übereinander.

Achte darauf, dass die Teilungsnähte genau aufeinandertreffen.

Steppe beide Seitenkanten, sowie die Bodenkante mit 1 cm Nahtzugabe ab.


Nähe dann auch die Ecken wie in Variante 1 beschrieben. Die fertige Außentasche bleibt auf links gedreht, das Innenfutter wird auf rechts gewendet.

Schiebe das Innenfutter in die Außentasche hinein.

Richte alle Stofflagen am oberen Rand bündig aus. Lege die Seitennähte genau übereinander und falte die Nahtzugaben auf.

Steppe die obere Kante mit 1 cm Nahtzugabe ab. Um die Rundung später besser ausformen zu können, solltest du den Stoff etwa alle 7 mm bis kurz vor die Naht einschneiden.

Wende nun die Tasche durch die Wendeöffnung im Boden des Futters.

Achte darauf, dass dabei Innenfutter und Vlies zusammenbleiben. Die Außentasche liegt nun links, Innenfutter mit Vlies im Inneren rechts.

Steppe zunächst die Wendeöffnung im Vlies knappkantig zu. Stecke das Vlies in die Wendeöffnung des Innenfutters hinein.

Verschließe dann die Wendeöffnung im Innenfutter knappkantig oder mit dem Matratzenstich.

Stülpe das Innenfutter in die Außentasche hinein und forme alle Rundungen und Ecken schön aus. An der Oberkante kannst du dir Stoffklammern stecken, um die Stofflagen schön bündig zu halten.

Steppe die Oberkante knappkantig ab.

Fertig ist deine Tasche!

Copyrighthinweis: © 2019 Alle Rechte des Schnittmusters „Clutch Leila“ liegen bei Julia Bräunig (Kreativlabor Berlin). Das Kopieren, Verändern und die Weitergabe der Anleitung und der Vorlagen sind NICHT gestattet. Die Nutzung des Schnittmusters ist nur für den privaten Gebrauch gestattet. Der Verkauf des Schnittmusters, sowie der daraus genähten Werke ist ausgeschlossen.

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